Diskrete Optimierung: Fallstudien aus der Praxis
Vorlesung mit integriertem Projektseminar
Diese Veranstaltung wird zu 30% durch Studienbeiträge unterstützt.
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Aktuelles
Ergebnisse der Projektgruppen
Termine
Veranstaltungstermine
Die erste Vorlesung findet statt am
Montag, 20. April 2009, 14:00 - 15:30 in Raum MI 00.10.011. Weitere Termine:
| Tag |
Uhrzeit |
Raum |
| Montags |
14:00 - 15:30 Uhr |
MI 00.10.011 |
| Donnerstags |
14:15 - 15:45 |
MI 00.10.011 |
Ausweichtermine
Wegen diverser Feiertage müssen wir mehrere Ausweichtermine festlegen:
| ursprünglicher Termin |
Ausweichtermin |
| Donnerstag, 21. Mai 2009 (Christi Himmelfahrt) |
Mittwoch, 20. Mai 2009, von 12:10 bis 13:40 Uhr (Raum MW 1701!) |
| Montag, 1. Juni 2009 (Pfingsten) |
Mittwoch, 3. Juni 2009, von 12:10 bis 13:40 Uhr |
| Donnerstag, 11. Juni 2009 (Fronleichnam) |
Mittwoch, 10. Juni 2009, von 15:45 bis 17:15 Uhr |
Besondere Termine
| Tag |
Uhrzeit |
Raum |
Veranstaltung |
| Samstag, 25. Juli 2009 |
14:45 |
HS 0606 |
Gastvortrag von Dr. Petra Bauer (Siemens AG) "Optimization for SIPLACE Placement Systems" |
Präsentation I (Mathematik)
1. Termin (15. Juni 2009)
| 1. Vortrag |
Logistik |
| 2. Vortrag |
Halbleiter-Design |
| 3. Vortrag |
Digitaldruck |
2. Termin (18. Juni 2009)
| 1. Vortrag |
Kombinatorische Auktionen |
| 2. Vortrag |
Clusteranalyse |
| 3. Vortrag |
Stromproduktion |
Präsentation II (Marketing)
1. Termin (Montag, 29. Juni 2009)
| 1. Vortrag |
Stromproduktion |
| 2. Vortrag |
Clusteranalyse |
| 3. Vortrag |
Kombinatorische Auktionen |
2. Termin (Donnerstag, 2. Juli 2009)
| 1. Vortrag |
Digitaldruck |
| 2. Vortrag |
Halbleiter-Design |
| 3. Vortrag |
Logistik |
Hinweise zur Marketing-Präsentation
Während die ersten Präsentationen sich inhaltlich mit den mathematischen Inhalten der Projekte beschäftigt haben, liegt der Schwerpunkt bei den
Marketing-Präsentationen auf der Aufbereitung. Jedes Projektteam hat die Aufgabe, zum jeweiligen Projektthema auch eine für eine breite Öffentlichkeit gedachte Aufbereitung zu erstellen, z.B. in Form eines Artikels, eines Podcasts oder einer interaktiven Webseite. Im Rahmen der Marketing-Präsentation stellen die Teams diese Aufbereitung vor (die natürlich noch nicht fertig sein muss). Dabei können etwa folgende Punkte angesprochen werden:
- Welche Aufbereitungsform wurde gewählt?
- Was waren die Gründe für die Wahl dieser Aufbereitungsform?
- Wie eignet sich diese Form für das Projektthema?
- Welche Zielgruppe wird angesprochen? Welche Voraussetzungen sollen die Adressaten mitbringen?
- Wie wurde/wird die Aufbereitung technisch realisiert?
- Welche Probleme gab es evtl. und wie wurden diese gelöst?
- Welche neuen Erfahrungen hat das Team bei dieser Arbeit gesammelt?
- Gibt es schon erste vorzeigbare Ergebnisse?
- Gibt es schon Reaktionen auf die Aufbereitung? Wie kommt das Produkt ggf. bei den Adressaten an?
- Würde die Entscheidung für eine bestimmte Aufbereitungsform im Nachhinein anders ausfallen, z.B. weil es unerwartete Probleme gab oder weil eine andere Form vielleicht doch besser zum Projektthema gepasst hätte?
Vorbesprechung
- Vorbesprechung-WWW.pdf: Die Präsentation aus der Vorbesprechung (in leicht gekürzter Fassung)
- Weiter unten auf dieser Seite finden Sie jetzt kurze Beschreibungen zu den einzelnen Projekten.
Abschlussworkshop
Der Abschlussworkshop findet am Samstag, den 25. Juli 2009, statt (ganztägig). Das genaue Programm stellen wir nach Abschluss der Marketing-Präsentationen vor.
Material (passwortgeschützt)
Mo, 20. April 2009
Do, 23. April 2009
Mo, 27. April 2009
Do, 30. April 2009
- Wichtige Stichworte für nächste Woche:
- P und NP, NP-Vollständigkeit
- Bäume und minimaler Spannbaum
- Knapsack-Probleme
- Grundidee der dynamischen Programmierung
- Matching (Begriff)
- Traveling Salesman-Probleme, Hamilton-Pfade und Hamilton-Kreise
Mo, 4. Mai 2009
Do, 7. Mai 2009
Mo, 11. Mai 2009
Do, 14. Mai 2009
Mo, 18. Mai 2009
Mo, 25. Mai 2009
- Wichtige Stichworte für nächste Stunde:
- LP-Relaxation
- Polytope, Polyeder
- Ecken
- Hyperebenen
- Normalenkegel
- Basislösungen
Do, 28. Mai 2009
Mi, 3. Juni 2009
Do, 4. Juni 2009
- Arbeitsblätter zum Stationenlernen:
- Lösungen zu den Arbeitsblättern:
Mo, 8. Juni 2009
Do, 10. Juni 2009
Mo, 15. Juni 2009
- Mathematik-Präsentationen der Teams Logistik, Halbleiter-Design und Digitaldruck.
Do, 18. Juni 2009
- Mathematik-Präsentationen der Teams Kombinatorische Auktionen, Stromproduktion und Clusteranalyse.
Mo, 22. Juni 2009
Mi, 24. Juni 2009: Abitag
- Aufbau ab ca. 9:00 Uhr, die Poster sollten bis 10:00 Uhr aufgehängt sein.
- Wer Zeit und Lust hat, kann den Stand schon von 10:00 bis 11:00 Uhr besetzen (Eintreffen der SchülerInnen)
- Kernzeit: 12:00 - 15:00 Uhr. Während dieser Zeit bitte die Stände besetzt halten
- ca. 15 - 16 Uhr: Abbau, Poster bitte wieder zu uns bringen
- ab 16:00 Uhr: "Chill Out" für die SchülerInnen in der Fachschaft - wer Zeit und Lust hat, ist herzlich eingeladen, dort mit den SchülerInnen ins Gespräch zu kommen.
Mo, 19. Juni 2009
- Marketing-Präsentationen der Teams Kombinatorische Auktionen, Stromproduktion und Clusteranalyse.
Do, 2. Juli 2009
- Marketing-Präsentationen der Teams Logistik, Halbleiter-Design und Digitaldruck.
Mo, 6. Juli 2009
Sa, 25. Juli 2009
| Achtung: Am Montag, dem 6. Juli 2009, ausnahmsweise um 14:15 Uhr im Raum MI 00.07.011! |
Inhalte und Methodik (Zusammenfassung: Aushang.pdf)
Überblick über den behandelten Stoff für die Prüfungsvorbereitung. Diese Gliederung geben wir auch an die Prüfer weiter, die diese Vorlesung im Rahmen einer DHP-Prüfung im Umfang von 2 SWS prüfen können.
Die Veranstaltung besteht aus zwei eng miteinander verzahnten Teilen: Einem Vorlesungsteil und einem Praxisprojekt. Im Vorlesungsteil werden wichtige Methoden aus der diskreten Optimierung erarbeitet. Sie werden dort Verfahren kennen lernen, die in praktischen Problemstellungen Anwendung finden, und sich mit deren theoretischen Grundlagen, konkreten Anwendungsbeispielen und praktischen Aspekten dieser Verfahren beschäftigen. Von Beginn an arbeiten Sie parallel dazu an einem Praxisprojekt. In kleinen Teams lernen Sie eine Problemstellung aus der Praxis kennen, entwickeln eigenständig geeignete mathematische Modellierungen, analysieren die entscheidenden strukturellen Eigenschaften der Probleme und wenden Methoden, die Sie in der Vorlesung kennen lernen, auf Ihre Probleme an. Im Lauf des Semesters treten die Praxisprojekte immer stärker in der Vordergrund: Fortschrittsberichte, Diskussionen im Team, mit Ihren Betreuern und im Plenum, Präsentation Ihrer (Zwischen-) Ergebnisse in einer für die Öffentlichkeit geeigneten Form und schließlich ein eintägiger Abschlussworkshop vermitteln Ihnen neben den fachlichen Kenntnissen auch wertvolle Erfahrungen im Projektmanagement, selbstständigem (wissenschaftlichen) Arbeiten und in der Präsentationstechnik.
Vorlesung
Inhaltliche Schwerpunkte der Vorlesung sind unter anderem:
- ganzzahlige lineare und nichtlineare Optimierung
- Modellierung von Optimierungsproblemen
- Schnittebenenverfahren
- Branch & Bound-Verfahren und Varianten
- Approximationsalgorithmen und Heuristiken
Praxisprojekt
Mögliche Themen eines Praxisprojekts:
Ein gewöhnlicher Digitaldrucker verfügt nur über Toner in einer bzw. wenigen
ausgewählten Farben, der in sehr kleinen Einheiten ("Pixel") aufgebracht
werden kann. Pro Pixel kann also entweder maximale Farbintensität oder keine
Farbe gedruckt werden. Um Grauwerte und nicht vorhandene Farben zu drucken,
müssen daher eine Vielzahl von Pixeln so positioniert werden, dass aus normalem
Betrachtungsabstand der Eindruck einer Mischfarbe entsteht. Dies führt auf das
diskrete Optimierungsproblem, die Pixelwerte monochromatischer Bilder
(Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) so auf den
maximalen oder minimalen Wert zu runden, dass das gedruckte Bild später genauso
aussieht wie auf dem Computerbildschirm.
Physikalische Prozesse beim Druckvorgang führen zu einer weiteren
Herausforderung: Tonerstaub wird mit Hilfe sehr schwacher elektrischer Ladung
auf eine Druckfolie aufgebracht. Für ein Pixel allein ist diese Ladung so
schwach, dass das Pixel nicht zuverlässig gedruckt werden kann. In der Praxis
wird daher das Bild vor dem Druck wie beim klassischen Lichtdruck gerastert und
so größere, für das Auge aber aus normalem Betrachtungsabstand nicht einzeln
wahrnehmbare Pixelansammlungen erzeugt.
Die derzeit gängigen Rastermethoden haben einige Nachteile, insbesondere
erzeugen sie sichtbare Texturen im Druckbild (jedenfalls für einige
Grautöne). Die Minimierung dieser Texturen war Thema einer Diplomarbeit, die in Kooperation mit Océ Printing Systems GmbH (Poing) entstand.
Einige der entwickelten Modelle sind zwar vielversprechend, die Berechnungen
erfordern derzeit allerdings sehr viel Zeit. Im Projekt sollen sich die
Studierenden die vorhandenen Modelle erarbeiten, erweitern und auf ihre
Eigenschaften hin untersuchen. Insbesondere sollen Strategien und Lösungen
entwickelt werden, um die Berechnungszeit der auftretenden ganzzahligen linearen
Optimierungsprobleme zu verkürzen.
Elektrische Energie ist kaum speicherbar und muss daher zu jedem Zeitpunkt
entsprechend dem Bedarf erzeugt werden. Durch zunehmende Anteile an nur bedingt
planbarer, fluktuierender Erzeugung (z.B. Windenergie) sinkt die Bedeutung der
charakteristischen Tages- und Saisonalgänge der Verbraucherlast für den
Kraftwerkseinsatz. Die Kraftwerksstruktur, d.h. der Zubau weiterer Kraftwerke
muss diesem Umstand zukünftig Rechnung tragen. Der Mix aus kalkulierbaren und
zufallsabhängigen Randbedingungen führt zu spannenden Optimierungsfragen: Wie kann eine kostenoptimale Stromerzeugung unter
Beibehaltung der heutigen Versorgungssicherheit erreicht werden? Welche
Kraftwerkstypen kommen dabei zum Einsatz? Ist der Bau und Betrieb von
großtechnischen Energiespeichern sinnvoll? Im Projekt soll in Kooperation mit
dem Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik (Prof. Dr.-Ing.
U. Wagner, Technische Universität München, Mitarbeit im
Verbundforschungsvorhaben "Kraftwerke des 21. Jahrhunderts" ein ausgewähltes praktisches Problem
diskutiert, mathematisch formuliert und erforscht werden. Simulationen sollen
helfen, die Güte erarbeiteter Lösungen zu quantifizieren.
Beim Design integrierter Halbleiterschaltungen kommt der Frage nach einem
energieoptimalen Design immer größeres Gewicht zu. Moderne Mikroprozessoren
vereinen hunderte Millionen von Transistoren auf einer Fläche von wenigen
Quadratmillimetern und verbrauchen bis zu 100 Watt elektrische Leistung. Ein
großer Teil dieser Leistung geht dabei als Abwärme verloren, was zunehmend
aufwändige Kühlungsmaßnahmen sowie eine großzügig dimensionierte
Energieversorgung notwendig macht. Beides stellt ein massives Problem für
mobile, hochintegrierte Geräte wie Notebooks und Handys, aber auch für kritische
Einsatzbereiche, z.B. in der Raumfahrt oder in medizinischen Anwendungen (z.B.
Steuerelektronik für Implantate) dar. Hauptgrund für die hohe Verlustleistung
sind kapazitive Verluste, die für ca. 60% der gesamten Verlustleistung
verantwortlich sind (bei steigender Tendenz). Kapazitive Verluste entstehen
durch Kopplungseffekte zwischen benachbarten Leitungssegmenten in den
Halbleiter-Schaltungen. Durch eine Änderung der
Anordnung und Lage der Leitungen zueinander ist es möglich, die Verlustleistung
signifikant zu reduzieren. Die Frage nach einer optimalen Platzierung der
Leitungen führt auf ein ganzzahliges nichtlineares
Optimierungsproblem. Spezielle Eigenschaften der vorliegenden Instanzen
ermöglichen das Design eines effizienten Algorithmus zur Bestimmung der
Optimallösungen. In diesem Projekt sollen die Studierenden das vorhandene Optimierungsmodell
erweitern und die mathematischen Ergebnisse sowie die daraus entwickelten
Algorithmen entsprechend anpassen, um auch komplexere Problemsituationen
behandeln zu können.
- Einsatzplanung in der Logistik
Vehicle Scheduling-Probleme verbinden die Planung von Fahrtrouten, die
Einhaltung bestimmter Zeitfenster für Ankunft und Abfahrt, die Einsatzplanung
für verschiedene Fahrzeuge und die Personalplanung für die Fahrten. Ihre
mathematische Modellierung führt auf hochkomplexe Problemstellungen und wird
bereits seit längerem in verschiedenen Zusammenhängen erforscht. In diesem
Projekt sollen Methoden und Techniken, die für die Lösung der großen und
schweren Optimierungsprobleme, die aus Vehicle Scheduling-Modellen entstehen,
untersucht und ausprobiert werden. Das kann etwa am Beispiel des Berliner
Behindertenfahrdienstes "Telebus" geschehen.
- kombinatorische Auktionen
Für den Verkauf wertvoller Güter oder die Vergabe großer Aufträge, für die kein
vom Markt vorgegebener Preis existiert, wird häufig auf eine Auktion
zurückgegriffen. Damit sollen die Marktteilnehmer gezwungen werden, ihre
Bewertung zumindest bis zu einem gewissen Grad offenzulegen. Ziel einer Auktion
ist es häufig, das Gut dem Bieter zukommen zu lassen, der daraus den größten
Nutzen ziehen kann, und folglich bereit ist, den maximalen Preis zu
bezahlen. Für verschiedene Auktionsmechanismen (z.B. first price vs. second price
auction, verdeckte vs. offene Auktion) lässt sich mit mathematischen Methoden (u.a. Optimierung und Spieltheorie)
untersuchen, wie gut diese Ziele jeweils erreicht werden. Neben den einfachen
Auktionen spielen in der Praxis kombinatorische Auktionen eine immer wichtigere
Rolle. Bei einer kombinatorischen Auktion werden statt einzelner Güter ganze
Pakete zusammen versteigert; diese Auktionsform kommt z.B. bei
Frequenzvergabeverfahren zum Einsatz, bei denen bestimmte Frequenzen im Paket
versteigert werden (das war etwa bei den UMTS-Auktionen der Fall). Bei der Frage nach dem
richtigen Auktionsdesign, der Preisermittlung und der Bestimmung des
Auktionsgewinners spielen Verfahren der linearen und ganzzahligen Optimierung
eine große Rolle.
- Clusteranalyse von hochdimensionalen Daten mit Messfehlern
Clusteranalyse beschäftigt sich mit dem Problem, eine gegebene Menge von
Datenpunkten in mehrere Gruppen mit möglichst ähnlichen, homogenen Datenpunkten
zu unterteilen. Zu diesem Zweck sind bereits viele unterschiedliche
Clusteralgorithmen entwickelt worden, die in zahlreichen Anwendungsgebieten von
großer Bedeutung sind, unter anderem in der Medizin, Biologie, Soziologie oder
Telekommunikation. In einem medizinischen Kontext kann ein Datenpunkt
beispielsweise durch bestimmte körperliche Merkmale eines Patienten (z.B. Alter
und Geschlecht) definiert sein und durch die Werte, die bei diesem Patienten in
verschiedenen diagnostischen Tests gemessen wurden. Ein Ziel der Clusteranalyse
könnte dann darin bestehen, die untersuchten Patienten in Patientengruppen mit
ähnlichen Merkmalen und Symptomen zu unterteilen, um Risikogruppen innerhalb der
Patienten zu identifizieren. Probleme dieser Art können als ganzzahlige
Optimierungsprobleme formuliert werden, in denen die Clusterzugehörigkeit der
Datenpunkte so bestimmt werden soll, dass die ähnlichkeit von Objekten innerhalb
eines Clusters maximiert und/oder die ähnlichkeit von Objekten verschiedener
Cluster minimiert wird. Einen maßgeblichen Einfluss auf die entstehende
Clusterung hat dabei die Wahl des Abstands- bzw. ähnlichkeitsmaßes zweier Punkte
oder zweier Cluster, die abhängig von der jeweiligen Problemstellung und den
gegebenen Daten getroffen werden muss. Bei der Arbeit mit fehlerhaften Daten
spielt zudem die Identifizierung von so genannten Ausreißern eine wichtige
Rolle, also von Datenpunkten, deren Werte beispielsweise durch ungenaue
Messungen verfälscht wurden und die deutlich isoliert von den restlichen Punkten
im Datenraum liegen. Je nach Zweck der Untersuchung kann es äußerst wichtig
sein, solche Daten bei der Clusterbildung zu ignorieren, da sie sonst die
natürliche Form der Cluster verzerren könnten. Im Rahmen des Projektes sollen
sich die Studierenden in die verschiedenen Herangehensweisen von
Clusteralgorithmen einarbeiten und untersuchen, welche Methoden und welche
Abstandsmaße sich für die Clusterung einer gegebenen Datenmenge eignen. Ein
besonderes Augenmerk soll dabei auf den Umgang mit Ausreißern gelegt werden.
Methodik
- Teamarbeit in Eigenverantwortung
- Vorlesung
- praxisnahes Arbeiten
- Präsentation und Fortschrittsberichte
- Aufbereitung der Ergebnisse in einer für ein größeres Publikum geeigneten Form
- Abschlussworkshop
Was haben Sie davon?
- Seminarschein (bei entsprechendem Engagement)
- prüfbarer Stoff für eine Diplomprüfung (Umfang 2 SWS) bzw. ECTS-Punkte (3 ECTS)
- Softskills: Teamarbeit, Multimedia-Kompetenz, Aufbereitung und Vermittlung von Ergebnissen, eigenständiges Arbeiten
- möglicher Einstieg in eine Abschluss- oder Projektarbeit am Lehrstuhl
Was sollten Sie mitbringen?
- Grundkenntnisse in linearer und ganzzahliger Optimierung (z.B. aus den Vorlesungen Optimierung 1 & 2)
- Spaß an praxisnahen Problemstellungen
- Engagement
- von Vorteil (aber nicht Voraussetzung) sind Programmierkenntnisse
- Studierende der Informatik sind willkommen!